Vermehrt Cyber-Angriffe auf Streaming-Konten

Kriminelle Hacker greifen verstärkt Nutzerkonten von Video- und Audio-Streaming-Diensten an. Im Visier haben sie Zugangsdaten und Kreditkarteninformationen. Diese missbrauchen sie für eigene Zwecke oder verkaufen sie auf digitalen Schwarzmärkten.

Die Kriminellen machen sich die aktuelle Beliebtheit der Unterhaltungsangebote zu Nutze. Davor warnen IT-Sicherheitsexperten. Eine Masche ist das “Huckepack-Verfahren”. Gestohlene Kreditkartendaten werden zur Bezahlung derselben Dienste missbraucht, die auch der legitime Inhaber nutzt. Geldabgänge fallen so nicht oder erst spät auf.

Die Täter gelangen in der Regel über drei verschiedene Wege an Kontodaten:

  • Schadsoftware, aus präparierten E-Mails, sucht auf den Endgeräten geziehlt nach den Informationen.
  • Gefälschte Webseiten erfragen die Kontodaten vom Nutzer selbst.
  • Bereits gestohlene Zugangsdaten werden auf Verdacht ausprobiert, da viele Butzer die selbe Kombination aus E-Mail-Adresse und Passwort für mehrere Dienste verwenden.

Seit etliche Länder das öffentliche Leben stark beschränkt haben, steigt die Nutzung von Video-Streaming-Diensten wie Netflix, Amazon Prime Video, Apple TV+ oder YouTube. Schon vor der Coronakrise hat Video-Streaming fast zwei Drittel der weltweiten Downstream-Bandbreite ausgemacht. Um einer Überlastung der Netze vorzubeugen, haben die meisten großen Anbieter die Übertragungsqualität bereits gedrosselt – auch auf Betreiben der EU-Kommission.

(Foto: mohamed_hassan, pixabay.com)

24. März 2020

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.