Verhältnismäßigkeit wahren

Prof. Dr. Stefan Willich, Direktor des Instituts für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie der Charité, warnt vor strengeren Ausgangssperren.

Im Interview mit dem Tagessiegel betont er, dass man bei der Erwägung von Schutzmaßnamen nicht nur das Corona-Virus im Blick haben dürfe: “Die aktuelle Bedrohung darf nicht zu Reaktionen verleiten, mit denen gravierende zukünftige gesundheitliche Krisen eingeleitet werden.” Er plädiert für konsequente und umfangreiche Infektionstestung, um verlässliche Daten für die Bewertung der aktuellen Situation zu schaffen und die Maßnahmen entsrechend anpassen zu können. Wichtig sei es sicherzustellen, dass Patienten in den Krankenhäusern angemessen versorgt werden können.

Ob die aktuell geltenden Maßnahmen greifen und sich die Infektions-Ausbreitung verlangsamt, wird sich erst in den kommenden Tagen und Wochen zeigen. Doch für Willich steht fest, dass Europa aus dieser Pandemie lernen muss, um für die Zukunft besser gerüstet zu sein.

(Foto: masumol, pixabay.com)

27. März 2020

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