Ist das die Ruhe vor dem Sturm?

Unser Gesundheitssystem ist besser als sein Ruf. Auch wenn es finanziell an seine Grenzen kommt. Wenn man sich die Statistik der Toten anschaut, wird das deutlich. Im Vergleich zu Italien, Spanien und den USA, liegt die Bundesrepublik mit etwas über 2.000 Todesfällen bei einem relativ guten Wert. Über 36.000 Patienten sind bereits genesen.

Doch Cave! Nun gilt es abzuwarten, was im Laufe dieser Osterwoche und an den Osterfeiertagen passiert. Viele haben dann frei und bei gutem Wetter könnte es so manche Unbeirrbare in die Parks, Wälder und Grünanlagen grüppchenweise ziehen. Zwar hat die Infektionswelle im Moment an Geschwindigkeit eingebüßt, doch ihre tödliche Wirkung könnte in den nächsten Tagen wieder dramatisch zunehmen.

Zu einem regelrechten Hotspot der Infektionswelle sind die Alten- und Pflegeheime geworden. Dazu muss man wissen, dass über eine Million Menschen in Deutschland in Alten- und Pflegeheimen leben. Zudem: ca. 20 Millionen, so der Krisenstab der Bundesregierung, werden zu Risikopatienten gerechnet. Das ist also noch ein enormes Potenzial für das Virus.

Und noch einmal: Es ist zwar richtig, dass viele Krankenhäuser wirtschaftlich am Rande operieren, doch organisatorisch, technisch und medizinisch auf der Höhe der Zeit sind. Das ist eine legitime Zwischenbilanz, die man festhalten muss!

Ein Verwaltungsmitarbeiter im Gesundheitsamt

(Foto: Alexas_Fotos, pixabay.com)

8. April 2020

Kommentare

  1. Klaus Michel

    Du hast völlig recht.Doch war ich heute Abend zum Joggen nach einem Home Office Tag in Köln am Rhein.Habe gar keine Ausweichmanöver für 1,5 oder zwei Meter machen können.Es war schon zu voll.Die Leute richten sich nicht mehr an die Vorgaben ,so mein Eindruck.Der Pariser Bürgermeister hat nach eben einem solchen Wochenende dann gesagt:bitte dann kollektiver Selbstmord.

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