Leere Schulbänke – bald schon Vergangenheit?

Der sprichwörtliche Flickenteppich des deutschen Föderalismus verhagelt einen koordinierten Exit vom Lockdown in der Corona-Krise. Mit dem gemeinsamen Beschluss von Bund und Ländern sollte die erhoffte Einigkeit im Vorgehen bei der Eindämmung des Corona-Virus kommen. Doch leider klappt dies nur bedingt. Die Umsetzungsvorhaben der Länder gestalten sich sehr unterschiedlich.

Während die wirtschaftlichen Lockerungen synchron ablaufen, bricht wieder Uneinigkeit bei der Öffnung der Schulen auf. Mit den Veröffentlichungen der neuen Verordnungen wird klar, dass sich zwei Gruppen unter den Ländern gebildet haben.

Zum einen gibt es die Bundesländer mit Nordrhein-Westfalen an der Spitze, die eine möglichst schnelle Öffnung der Schulen vorantreiben. Dies soll im Falle von NRW nächste Woche geschehen. Zum anderen gibt es die Bundesländer wie Baden-Württemberg, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Saarland, die erst Anfang Mai ihre Bildungseinrichtungen öffnen wollen.

Es findet also wieder eine Fortsetzung des gleichen Streits, wie zu Beginn der Corona-Krise statt.

Was die Bundesländer im Einzelnen verordnen, lässt sich im Dokumentenkanal unter “Gesetze, Verordnungen und Maßnahmen” nachlesen (siehe Reiter Länder).

(Foto: Taken, pixabay.com)

17. April 2020

Kommentare

  1. Elternsprecher

    Schulen sind neuralgische Zonen. Hier fühlen sich Viren wie zuhause. Bei so vielen Schülern ist das Risiko der Infizierung hoch. Auch die Lehrer stehen unter großer Anspannung. Ich weiß nicht, ob es gelingen kann, durch den sukzessiven Start des Lehrbetriebs, die Gefahrenkette zu durchbrechen. Aber irgendwie muss man es ja versuchen.

  2. Marco Feldmann

    Die Bundesländer sind aber auch unterschiedlich stark von Corona betroffen.

    • Bürger

      Interessanterweise, will NRW als eines der stärker betroffenen Länder den Betrieb früher wieder aufnehmen als andere, die deutlich weniger Fälle hatten und aufgrund ihrer Bevölkerungsstruktur auch etwas weniger Risiko für eine extrem schnelle Verbreitung haben (MV).

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