Polizisten sterben durchschnittlich früher

Polizisten werden in ihrem Beruf physisch und psychisch gefordert. Extremsituationen zu erleben und mit ihnen umzugehen, ist ihr tägliches Brot. Gerade in der Corona-Krise setzen sie sich immer wieder Gefahren aus. Auch bei extremen Lagen stehen sie im Brennpunkt und müssen dorthin, wo es weh tut.

Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPOLG) hat Berichte der Beamtenversorgung im Zeitraum zwischen 1999 und 2018 ausgewertet. Das Ergebnis: Polizisten werden durchschnittlich nicht so alt wie ihre Kollegen aus anderen Sparten des Öffentlichen Dienstes. Die Auswertung lässt mutmaßen, dass die hohen Belastungen im Berufsalltag  hierfür mitverantwortlich sind.

Die Studie bringt ans Licht, dass der Wert immer noch konstant bei einer Lebenserwartung von durchschnittlich 77 Jahren liegt. Frappierend daran: Vor 20 Jahren lagen die Polizisten mit anderen Gruppierungen gleich auf. Heute werden jedoch die Beamten aus anderen Berufsfeldern durchschnittlich zwischen 81 und 83 Jahre alt.

(Foto: TechLine, pixabay.com)

20. April 2020

Kommentare

  1. Geheimtipp: Kritisch Denken

    Schichtdienst, psychische Belastung, vermehrete Konfrontation mit Risikoherden (Gewalt, Infektion, Verkehr, etc.) – da bleiben die Folgen leider nicht aus.

  2. Kriegsminister

    Der Durchschnittsaltersunterschied kommt daher, dass sich die anderen Beamten ein Berufsleben lang schonen …

  3. Sicherheitsfreak

    Dürfte wohl auch maßgeblich an den Belastungen des Schicht- und Wechseldienstes liegen.

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