Corona-App: Pflicht, freiwillig oder mit Anreiz?

Die Pläne zur Corona-App nehmen allmählich Form an. Die Bundesregierung hat bekanntgegeben, die App zur Eindämmung der Corona-Ausbreitung mit der Deutschen Telekom und SAP entwickeln zu wollen.Dazu soll ein Ansatz mit dezentraler Datenverarbeitung gefahren werden, um Datenschutzbedenken auszuräumen.

Doch Bedenken hin oder her: Wie viele Bürger werden die App am Ende tatsächlich nutzen? Ihren Zweck wird sie wohl nur erfüllen können, wenn wenigstens die Hälfte der Smartphone-Nutzer mit macht. Aber wie realistisch ist das?

Im Gespräch ist daher eine Verpflichtung zur Nutzung der App. Das wäre ein weiterer schwerer Eingriff in die persönliche Freiheit. Eine Durchsetzung wird sich auch schwierig gestalten lassen. Immerhin müsste die App nicht nur installiert werden. Sie müsste im öffentlichen Raum dauerhaft aktiviert sein, genauso wie die Bluetooth-Schnittstelle.

Aber zwischen Pflicht und Freiwilligkeit gibt es viel grau: Ein möglicher Ansatz wäre es, Anreiz zur Nutzung der App zu schaffen. So schlägt Unions-Fraktionsvize Thorsten Frei (CDU) eine Steuergutschrift vor. Ob das für den einen oder anderen am Ende ausschlaggebend sein wird?

(Foto: Mircealancu, pixabay.com)

29. April 2020

Kommentare

  1. Security Freak

    Zwang geht gar nicht.

  2. Holger Mayer

    Ich höre immer Zwang und noch schlimmer Datenschutz.Am mangelnden Datenschutz bei uns -nicht China oder sonst wo – ist noch keiner gestorben ,am Virus aber 5.000.
    Kurzum:Meinungsfreiheit ,Bewegungsfreiheit ,Berufsfreiheit ,Schutz des Eigentums -alles eingeschränkt oder gar ausgesetzt.Doch der Datenschutz ist so wichtig ,dass er die Virus-Bekämpfung behindern darf.Irre.

  3. Grumbkow

    Also mit Zwang wird die Regierung wahrscheinlich genau das Gegenteil, von dem was sie will, erreichen.

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