Die Zahlen ins richtige Verhältnis setzen

Jeden Tag werden wir mit Statistiken konfrontiert, die das Corona-Virus quantifizierbar machen. Doch was sagen uns diese Werte? Weltweit gibt es derzeit 3.671.812 Infizierte und 253.241 Todesfälle. 1.211.209 sind wieder genesen. In Deutschland sind bisher 166.199 mit dem Virus infiziert, gestorben sind 6.993, geheilt 135.100 Menschen. (Stand: 5. Mai 2020)

Mit 15,87 Prozent führt Belgien die Rangliste der Letalitätsrate vor dem Vereinigten Königreich (15,02 Prozent) und Frankreich (14,86 Prozent) (Stand: 5. Mai 2020) an. Deutschland nimmt mit 4,21 Prozent den 10. Platz ein. (Quelle: de.statista.com)

Doch ist es zur Einordnung dieser Werte auch sinnvoll, auf die Zahl der Toten pro 1 Millionen Einwohner zu schauen. Hier präsentiert ein internationales Team von Forschern, IT-Experten und Freiwilligen auf der Website Worldometers täglich aktuelles Zahlenmaterial. Von den jeweiligen Nationen werden die offiziellen Zahlen zusammengetragen und mit Quellen belegt. Wenn man Deutschland mit Kanada vergleicht, wird augenscheinlich, dass man zwischen den Nationen relativieren muss.

Obwohl Kanada bisher nur 60.772 Infizierte zählt, sterben pro 1 Millionen Einwohner 102 Infizierte am Virus. In Deutschland, das wie oben aufgeführt 166.199 Infizierte zählt, sterben “nur” 83 Menschen pro 1 Millionen Einwohner. Dies zeigt, dass vermeintlich geringe Infektionszahlen keine Erfolgsgarantie im Kampf gegen das Virus sind (Stand: 05. Mai).

Wie bei allen Statistiken rund um Corona müssen deren Werte immer ins richtige Verhältnis gesetzt werden, um fundierte Vergleiche anstellen zu können.

(Foto: Alexandra Koch, pixabay.com)

5. Mai 2020

Kommentare

  1. Security Freak

    Da kommt Deutschland ja noch recht gut weg.

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