Neuer Alltag in Niedersachsen

Mit einem Stufenplan, der auf Behoerden.Blog komplett zu lesen ist, möchte Niedersachsen wieder zur Normalität zurück. Doch die ist noch weit entfernt.

Im Stufenplan werden Verbote und Gebote zu fast allen Lebenslagen ausgegeben, um gezielte Lockerungen zu erreichen. Im Idealfall soll so vorgegangen werden, dass das Gesundheitssystem nicht überlastet wird. Unrealistische Pläne, die von 0 Infizierten ausgehen, sollen jedoch nicht angestrebt werden. Vielmehr soll der Intensivmedizin mehr Zeit und Kapazitäten in einer extremen Notlage bereitgestellt werden.

Für unterschiedliche Bereiche wie Handel/Dienstleistung (1), Tourismus/Gastronomie (2), Bildung (3) sowie Sport/Freizeit/Kultur (4) und Veranstaltungen (5) gilt jeweils ein 5-Stufenmodell, das von der niedersächsischen Staatskanzlei vorgegeben ist. Stufe 2 soll am 11. Mai in Kraft treten. Zwischen den Stufen sollen jeweils 2-3 Wochen liegen, weshalb Stufe 3 am 25. Mai gültig werden soll. Für die weiteren Stufen ist noch kein Datum festgelegt.

Strenge Maßnahmen werden auch zukünftig unser Leben begleiten.

Kritik kommt von den Kommunen

Von Seiten der kommunalen Spitzenverbände kommt der Appell, den niedersächsischen Corona-Stufenplan “Neuer Alltag in Niedersachsen” jetzt konsequent umzusetzen. In Richtung Bund und Land ging die Aufforderung, nicht alle Verantwortung auf die Kommunen abzuschieben, sondern diese zu unterstützen.

Kritik äußerten die niedersächsischen Kommunen an der Entscheidung aus den Gesprächen der Länder mit der Kanzlerin, dass Kommunen ein Beschränkungskonzept entwickeln müssten. Landkreise und kreisfreie Städte, die mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche registrierten, sind verpflichtet, dieses Beschränkungskonzept umzusetzen. Härtere Maßnahmen und mehr Lockdown seien dann wieder notwendig.

Professor Hubert Meyer, Hauptgeschäftsführer des Niedersächsischen Landkreistages, sagt: “Ein solches Vorgehen allein ist nicht zielführend. Das Virus hält sich nicht an Kreisgrenzen. Die Gefährdungslage und eventuelle Beschränkungen müssen mindestens regional bewertet werden.”

(Grafik: CLker-Free-Vector-Images, pixabay.com)

7. Mai 2020

Kommentare

  1. Security Freak

    Schrittweise Lockerungen sind richtig. Gut wäre aber gewesen, wenn kein “Flickenteppich” entstanden wäre.

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