Bessere Vorhersagen möglich

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) nutzt künftig die Winddaten des europäischen Forschungssatelliten Aeolus bei der Berechnung von Wetterprognosen. Deren Qualität wird durch die Daten des 2018 gestarteten Satelliten deutlich verbessert.
“Aeolus liefert uns präzise Winddaten genau aus dem Bereich der Atmosphäre, in dem sich unsere Wetterküche befindet”, erläutert der Leiter der Entwicklung von Vorhersagemodellen beim DWD, Detlev Majewski. Mit jeder Umrundung erzeuge der Satellit ein neues Datenband der Erde, welches circa 80 Kilometer breit sei und vom Boden bis in 30 Kilometer Höhe reiche. “Diese Aeolus-Daten füllen einige weiße Flecken im globalen meteorologischen Beobachtungssystem”, so Majewski

Die neuen Daten seien für den Wetterdienst allerdings nicht nur aus wissenschaftlicher Sicht spannend. Denn wegen der Corona-Pandemie sind in Europa seit Anfang März die meteorologischen Beobachtungen mit Messinstrumenten in Flugzeugen um etwa 80 Prozent zurückgegangen. Dazu sagt Majewski: “Wir haben Glück im Unglück. Mit den Aeolus-Daten können wir den negativen Einfluss dieses hoffentlich nur vorübergehenden Datenverlustes teilweise ausgleichen und so die Qualität unserer Vorhersagen nahezu auf dem gewohnten hohen Niveau halten.”

(Foto: ESA)

26. Mai 2020

Kommentare

  1. Security Freak

    Hier sieht man, dass die Corona-Pandemie sogar Auswirkungen auf die Arbeit des Deutschen Wetterdienstes (DWD) hat. Wegen des eingebrochenen Flugverkehrs kann er kaum noch Daten von Verkehrsflugzeugen zu meteorologischjen Zwecken auswerten.

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