Konzern soll haften

Nach den Vorstellungen von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) soll das Unternehmen Tönnies, in dessen Schlachtbetrieb im nordrhein-westfälischen Rheda-Wiedenbrück es zu massenhaften Corona-Infektionen kam, für dadurch verursachte Schäden haften. In solchen Fällen müsse es eine zivilrechtliche Haftungsmöglichkeit für Firmen geben, so der Ressortchef.

Heil will zudem Werkverträge in der Branche verbieten. Hier gegen regt sich unter den Unternehmen jedoch massiver Widerstand. Die Kontrollen durch den Zoll in der Fleischbranche wurden verstärkt und sollen in Zukunft weiter intensiviert werden. Im Kreis Gütersloh mussten aufgrund des massiven Corona-Ausbruchs Schulen und Kindertagesstätten geschlossen werden.

(Foto: BMAS, Dominik Butzmann)

Kommentare

  1. Security Freak

    In Deutschland haben wir aber (noch) kein Unternehmensstrafrecht.

  2. WasWäreWenn

    Gerechtfertigt wäre es, meiner Meinung nach. Wer nicht für den Schutz seiner Angestellten sorgt – durch entsprechende Arbeitsbedingungen – sollte wenigstens haften müssen, wenn jemand zu Schaden kommt.

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