Bundeswehr: Ausbildung von Corona-Spürhunden

Die Schule für Diensthundewesen der Bundeswehr (SDstHundeBw) im rheinland-pfälzischen Ulmen beteiligt sich aktuell an einem Forschungsvorhaben der Tierärztlichen Hochschule (TH) Hannover. Ziel des Forschungsprojektes ist es, Diensthunde so auszubilden, dass sie eine Covid-19-Infektion mithilfe ihres Geruchssinns feststellen können.

Das Projekt befindet sich aktuell in einer Erprobungsphase, bei der die Hunde an Speichelproben mit inaktiven Viren trainiert werden. Die Diensthunde der Bundeswehr sind aufgrund ihres breiten Einsatzspektrums und der Erfahrung der SDstHundeBw mit der Ausbildung von z.B. Spürhunden für Sprengstoffe (Foto) und Rauschgift besonders qualifiziert. Alle genommenen Viren in Proben werden im Anschluss unschädlich gemacht, so dass sie nicht mehr ansteckend sind.

Das Forschungsprojekt der “Lehr- und Versuchsgruppe SDstHundeBw” steht noch am Anfang. Aussagen zum späteren Einsatz oder zur Verwendung derartig ausgebildeter Diensthunde können im Moment noch nicht getroffen werden. Derzeit wird die grundsätzliche Realisierbarkeit erprobt. In anderen europäischen Ländern laufen derzeit ähnlich Forschungsprojekte.

(Foto: Portugall)

14. Juli 2020

Kommentare

  1. Security Freak

    Guter, spannender Ansatz.

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