Weiterer Ausbau der Corona-Teststrategie

In Bayern wird die Corona-Teststrategie in Asylunterkünften weiter ausgebaut. Das entschied die Staatsregierung. In den Einrichtungen solle deutlich öfter verdachtsunabhängig getestet werden als bislang. Ziel sei ein bestmöglicher Überblick über das dortige Infektionsgeschehen, so Innenminister Joachim Herrmann (CSU).

Bereits seit Februar wird jeder neuankommende Asylbewerber im Freistaat unverzüglich auf das Corona-Virus getestet und bis zu einem negativen Ergebnis separat untergebracht. Erst danach erfolgt die reguläre Unterbringung. Künftig werden bei jedem Positivfall in einer Unterkunft grundsätzlich alle Bewohner und Beschäftigte in einer Reihentestung kontrolliert. Außerdem wird die gesamte Einrichtung für mindestens zwei Wochen unter Quarantäne gestellt. Kommt eine weitere Testung am Ende der Quarantäne ausschließlich zu negativen Ergebnissen, kann die Isolation aufgehoben werden.

Liegen in der Nähe zur betroffenen Unterkunft weitere Asylbewerberheime und bestehen relevante persönliche Kontakte zwischen den Bewohnern, ordnen die Gesundheitsämter vor Ort auch für diese Unterkünfte Reihentestungen für alle Bewohner und Mitarbeiter an. Des Weiteren wird in Zukunft vor jeder Verlegung eines Asylbewerbers verdachtsunabhängig ein Corona-Test durchgeführt. Dazu sagte Herrmann: “Wir müssen unbedingt vermeiden, dass unerkannter Weise Infektionsherde von einer Region in eine andere verschleppt werden.”

(Foto: Dombrowsky)

Kommentare

  1. Security Freak

    Guter Ansatz. Dem sollten andere Bundesländer folgen.

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