Modellprojekt zu “Corona-Warn-Buzzer”

In Sachsen wird ein “Corona-Warn-Buzzer” erprobt werden. Dabei handelt es sich im Prinzip um eine App, die ohne Smartphone funktioniert. Der Freistaat fördert das Projekt, das zunächst im mittelsächsischen Augustusburg pilotiert werden soll.

Erreicht werden sollen vor allem Senioren und Kinder, die nicht immer über ein Smartphone verfügen und deshalb nicht ins Nachverfolgungssystem der Corona-Warn-App der Bundesregierung eingebunden sind. Der Anteil der Bürger, die nicht im Besitz eines internetfähigen Mobiltelefons sind, beträgt bei den Über-70-Jährigen rund 40 Prozent. Während der gesamten Entwicklungsphase wird der sächsische Landesdatenschutzbeauftragte eingebunden. Er hat das Projekt schon geprüft und keine grundsätzlichen Bedenken erhoben. Die Idee hinter dem “Corona-Warn-Buzzer” ist die folgende: das Gerät zeichnet seine Kontakte in Gebäuden oder unter freiem Himmel auf, ohne den Ort der Kontakte festzustellen oder gar die Kontakte zu personalisieren. Das System merkt sich im Sinne des Tracings nur, welche Mobiltelefone oder andere “Warn-Buzzer” sich für eine bestimmte Zeit kritisch nahe waren. Smartphones oder andere Buzzer werden dabei via Bluetooth erkannt. Die Kommunikation zur Datenbank des Robert Koch-Instituts (RKI) erfolgt über Mobilfunk. Die Alarmierung des Nutzers geschieht im Falle eines Kontaktes mit einem Infizierten via LED und Ton. Die gespeicherten Daten werden nach 14 Tagen wieder gelöscht.

(Foto: BS/iXimus, pixabay.com)

24. August 2020

Kommentare

  1. Security Freak

    Guter Ansatz, zumal es mit der bisherigen App ja zahlreiche Probleme gibt.

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