Islamischer Terror: französischer Lehrer wird enthauptet

Der französische Lehrer Samuel Paty ist in einem Pariser Vorort brutal ermordet worden, nachdem er in seinem Geschichtsunterricht Mohammed-Karikaturen gezeigt hatte. Es sollte über die Bedeutung der Meinungsfreiheit diskutiert werden. Der Lehrer fiel einem 18-jährigen alten Mann mit russisch-tschetschenischen Wurzeln zum Opfer, der sich provoziert sah, weil der Prophet Mohamemed durch den Lehrer verunglimpft worden sei. Der Attentäter wurde wenig später von der Polizei getötet. Der Mörder hatte kurz nach der Tat ein Foto des Opfers auf den Sozialen Medien geteilt und sich über den Mord ausgelassen.

Infolge der Tat entwickelte sich in Frankreich eine Debatte über die Bedeutung der Meinungsfreiheit. Tausende Menschen gingen bei einer Kundgebung auf die Straße. In Anlehnung an das Attentat auf die Redaktion des Satire-Magazins “Charlie Hebdo”, in der der Slogan “Je suis Charlie” – “Ich bin Charlie” – zum Erkennungszeichen der Protestierenden wurde, heißt es nun “Je suis Prof” – “Ich bin Lehrer”.

Auch international sorgte das Verbrechen für Entrüstung. Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, zeigte sich über den Terrorakt bestürzt: „Als Vertreter der deutschen Lehrkräfte sind wir entsetzt über diesen Mord an einem französischen Kollegen, dem nichts anderes zum Verhängnis geworden ist, als dass er seine Pflicht erfüllt hat, nämlich Kindern und Jugendlichen die Werte der Demokratie, Meinungsfreiheit, Menschenwürde und Toleranz zu vermitteln und näher zu bringen. Wir erklären uns solidarisch mit den Lehrkräften und allen Trauernden in unserem Nachbarland!“

(Foto: OpenClipart-Vectors; pixabay.com)

21. Oktober 2020

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